Gender Neutral Fashion:

Unisex eyewear bei Lunettes Selection

Von unisex über Crossgender bis hin zur Genderneutralität – „nosex“ ist „en vogue“ auch weil viele Mode- und Accessoireklassiker wie Sneakers , Trenchcoats, Jeans und natürlich auch Brillen und Sonnenbrillen an Frauen sowie Männern gleichermaßen gut funktionieren. Dabei ist das Thema gar nicht mal so neu, wie man vielleicht denken mag: Schon 1968 zeigten Paco Rabanne, André Courrèges und Pierre Cardin ihren berühmten androgynen Space Age“-Stil. Der Fokus lag dabei auf Hose und androgynem Overall. Aber dazu später mehr, denn hier geht es jetzt um Brillen – unserem allerliebsten Accessoire. Bei Lunettes Selection finden Sie Brillen und Sonnenbrillen von Designern und kleinen Manufakturen in diversen Stilvariationen, die Ihren persönlichen Look individuell akzentuieren zu wissen. Komplettieren Sie Ihre Outfits mit Unisexbrillen und Sonnenbrillen aus unserem Sortiment. Egal, ob Sie nach Designer-Eyewear, einer randlosen Brille oder runde Sonnenbrillen suchen: Unsere kuratierte Auswahl hilft Ihnen, das passende Brillengestell zu finden, um ihren persönlichen Stil zu unterstreichen. In unserer Auswahl halten wir hochwertige Unisex-Sonnenbrillen und Unisexbrillen für Sie bereit. Ob sie ursprünglich für Damen oder Herren entworfen wurden, spielt dabei keine Rolle mehr: Entdecken Sie Retrobrillen und Vintage-Brillen vergangener Jahrzehnte. Akzentuieren Sie ihren Stil mit einer Vintage-Sonnenbrille von Ferre, oder verlieben Sie sich in eine Fassung oder Sonnenbrille von Dior.

Schon in den Sechzigern versuchten Modemacher wie Pierre Cardin, André Courrèges und Paco Rabanne mit ihren Marken Geschlechterstereotypen zu überwinden. Sie entwickelten Kollektionen mit schlichten, reduzierten Schnitten, großzügiger Passform, häufig in Schwarz-Weiß gehalten und sowohl für Männer als auch Frauen geeignet. Für ihre Entwürfe im futuristischen Look verwendeten sie oft speziell entwickelte Hightech-Stoffe, die keinem Geschlecht eindeutig zuzuordnen war. Diese Pariser Modedesigner brachten damit klassische Rollenbilder ins Wanken, ohne sie jedoch überwinden zu können, auch wenn das Thema „unisex“ immer mal wieder im Mode-, Beauty- und Accessoirebereich auftauchte. Der extrem erfolgreiche Duft Calvin Klein ck one erschien 1994. Es war eines der ersten Parfüms, das von vorneherein sowohl für Männer als auch Frauen gedacht war. Der Duft ist zeitlos elegant und bis heute tragbar. Jahrzehnte später, im März 2019, wurde im Museum of Fine Arts in Boston eine wegweisende Ausstellung mit dem Titel „Gender Bending“ eröffnet – unter anderem mit Entwürfen des kanadischen Designers Rad Hourani, der im Januar 2013 als erster Designer überhaupt eine Unisex-Couture-Kollektion präsentierte.

»Hypermodern und doch mit Sinn für Klassiker (…)«

Architectural Digest 2019

Im Gegensatz zur Mode wurde in der Eyewear-Industrie also bei Brille und Sonnenbrille in Bezug auf Design lange nicht zwischen Geschlechtern unterschieden. Brillen und Sonnenbrillen in den Anfängen viel weniger modische Accessoires als vielmehr zweckmäßige Gebrauchsgegenstände und damit Objekte ohne jegliche Geschlechterzuschreibung. Da sie eher für Gelehrte gedacht waren und Bildung Frauen lange gar nicht zugänglich war, gab es erst sehr spät eindeutig weibliche Brillenmodelle. Ab den 50er-Jahren begann die stärkste Unterscheidung zwischen Damen und Herren. Die Zeit, in der die berühmten Cateye-Brillen aufkamen. Damenbrillen erkannte man ab diesem Zeitpunkt auch an den stereotypisch zugeordneten Farben: Für die Dame wurde mitunter rosa oder rot oder in zartem Lachs angeboten. Für Männer stand in Bezug auf Farbe lediglich Schwarz zur Auswahl oder auch die typischen sogenannten Havannafarben, die dem natürlichen Ton von Echthorn oder Schildpatt nachempfunden waren: also Braun, Honigtöne oder Grauschattierungen. Transparente Brillen und Sonnenbrillen waren schon damals für beide Geschlechter erhältlich.

Die Kombination aus Acetat im Brauenbereich und Metall ist vor allem dank des Bestsellers Ronsir der amerikanischen Marke Ronsir bekannt. Die stark hervorgehobene obere Rahmenlinie aus Kunststoff betont markant die Augenbrauen, wobei das Brillengestell an sich eher dezent aus Metall gefertigt ist. Das Metall ist dabei entweder gold-, silber- oder eher selten, auch messingfarben. Die Farbe des Kunststoffteils ist traditionell Schwarz oder Braun. Das Herrenmodell aus den Fünfzigerjahren ist aber längst ein Unisex-Evergreen, und entsprechende Interpretationen lassen sich in praktisch jeder gut sortierten Brillenkollektion finden. Insbesondere in den 80er und 90er-Jahren gab es Interpretationen des Klassikers, bei denen poppig bunte Oberbalken zum eher günstigen Preis angeboten wurden. Ob Brille oder Sonnenbrille: In den 80er-Jahren waren die Browline-Modelle im Mainstream angelangt und vor allem Unisex!

»Wunder für die Augen (…)«

Architectural Digest 2019

Die Pilotenbrille war nicht immer unisex. Im Auftrag der US-Armee für amerikanische Piloten erfunden, die beim Fliegen von der Sonne geblendet wurden und sich vor UV-Strahlung schützen wollten, war sie zunächst für Männer gedacht, denn die Army war fast ausschließlich männlich. Heute ist die Brille mit dem optimalen Sonnenschutz bedingt durch ihr tropfenförmiges Glas über die Grenzen der US Army hinweg zum beliebtesten Retromodell für Damen und Herren avanciert.
Ausgehend von den Siebzigerjahren sorgten außergewöhnliche Frauen für den Siegeszug dieser Brille. Erst sie machten die goldene Tropfenform zur Unisexbrille. Gloria Steinem trug beispielsweise öffentlichkeitswirksam ein Modell mit blauen Gläsern bei einer feministischen Kundgebung. Rocklegende Stevie Nicks ließ sich mit ihr ablichten und Bianca Jagger kombinierte sie zu einem androgynen weißen Anzug. Charlotte Rampling trug sie im Boyfriend Look zu Jeans und Blazer. Debbie Harry gab mit ihrer Pilotenbrille das toughe Punkgirl. Durch diese Aneignung eines Stils, der traditionell eher Männern vorbehalten war, hinterließen sie alle einen sehr unabhängigen Eindruck. Die typische Optik des Aviator-Designs (Doppelsteg & tropfenförmiges Glas) wurde im Laufe der Jahrzehnte von verschiedenen Marken immer weiterentwickelt. Denn statt dem ursprünglich dunkelgrünen G-Glas sah man später auch braune, blaue, orangene oder eben auch transparente Tönungen mit individueller Optik als Brille zum täglichen Gebrauch. Als Stilikone gilt hier bis heute Robert Redfort, der die Brille in ‚Die drei Tage des Condors‘ äußerst lässig zu Jeans und Cabanjacke kombiniert. Unisexbrillen in Aviatoroptik (Retro und Vintage-Originale!) finden Sie in unseren Geschäften in Berlin aber auch online.

Die stereotypisch klassische Unisex-Sonnenbrille ist wohl die «Wayfarer»-Sonnenbrille von Ray-Ban: Die Unisex-Sonnenbrille zeichnet sich in seiner Optik durch eine wuchtige Fassung aus schwarzem Acetat aus und kommt mit grüngrauen Gläsern der Bezeichnung G15 daher. Also jene, die für die ursprünglichste Ray-Ban, den Aviator entwickelt wurden. Variationen dieses Kultmodells von 1956 findet man abgewandelt in praktisch jedem Jahrzehnt in fast jeder Brillenkollektion. Sie ist das Accessoire der Rock- und Popstars: von den Blues Brothers über Blondie zu Madonna. Somit ist sie DIE wahrscheinlich meist getragene Unisex-Sonnenbrille ever. Nicht nur als Sonnenbrille, sondern auch bei Brillen mit Optik macht der schwarze Rahmen immer wieder auf sich aufmerksam. Als Accessoire für Individualisten war das Modell in den frühen 2000er-Jahren als Vintage-Brille sehr begehrt. Mit Vintage ist hier wirklich ein Original von Ray Ban gemeint. Und eben nicht die von Luxottica produzierten Retro-Brillen, die nach der Übernahme des Unternehmens in Italien und nicht mehr in den USA produziert wurden.